Es ist schön zu wissen wo man herkommt und beflügelnd zu wissen wo man hin will
Der erste Blaul aus Nürnberg ließ sich in Gönnheim am Ort des Hofgutes Ende des 16. Jahrhunderts nieder und begann ab 1607 den Weinbau auf säkularisierten ehemals geistlichen Gütern. Dieser Johann Heinrich Blauel sorgte als kurpfälzischer Hofkellermeister für die ”flüssigen Genüsse” des kurpfälzischen Hofes zu Heidelberg. Sicher probierte auch die kurpfälzische Export-Prinzessin Lieselotte von der Pfalz von seinen Weinen. Die ihm 1630 übertragenen Güter dienen als Lebensgrundlage für die nunmehr an gleicher Stelle in 14. Generation im Weinbau tätigen Nachfahren Peter und Nico v. Thun und Hohenstein-Blaul.
Nachdem die Hofanlage im 30-jährigen Krieg zerstört wurde, errichtete Hans Jörg Blauel sie 1683 wieder neu und legte hierbei auch den Gewölbekeller an, der heute als Barrique Keller und für Festivitäten genutzt wird. Unter Alfred Blaul (1913 bis 1988) und seiner Frau Irmgard wurde das Hofgut erweitert, die Gemischtwirtschaft beendet, die Ackerflächen verpachtet und das Vieh abgeschafft. Er war es auch, der den Flaschenweinverkauf ausbaute. An seinem 50. Geburtstag zerstörte tragischerweise ein Feuer den Hof, so dass er größtenteils wieder aufgebaut werden musste. Sein Sohn, Dr. jur. Manfred Blaul heiratete die Heidelberger Medizinstudentin, Dr. Gudrun von Thun und Hohenstein und führte bis zu seinem Tod im Jahre 1998 mit der Unterstützung eines Weinbauingenieurs das Hofgut.
In dieser Zeit wurde unter dem Einfluss von Dr. Gudrun von Thun und Hohenstein-Blaul aus persönlicher Liebe zum Roten der Anteil an Rotweinen wie Schwarzriesling, Spätburgunder und Dornfelder auf 40% der Anbaufläche sowie der trockenen Weine, insbesondere Riesling, Weißburgunder und Grauburgunder, deutlich verstärkt. Weitere Rebsorten sind Cabernet Sauvignon, Regent, Merlot, St. Laurent und Shiraz.

